Bioland – Ökologischer Gartenbau - Richtlinien
- keine chemischen Pflanzenschutzmittel/Spritzmittel, z. B. Unkrautvernichtungsmittel, gegen Schädlinge auch keine chemischen Mittel (z. B. Schneckenkorn)
- nur biologische Mittel, z. B. Nützlinge (Nematoden gegen Trauermücken) oder Pflanzenstärkungsmittel (z. B. Brennesseljauche)
- Nur spezielle Erden, die möglichst wenig Torf enthalten
- Nur spezielle Dünger (dürfen seit BSE kein Blut- und Knochenmehl mehr enthalten)
- Keine Stauchungsmittel (diese bewirken im Zierpflanzenbau, dass die Pflanzen schön niedrig und kompakt bleiben, also quasi Wachstumsblocker)
- Nur Saatgut und Jungpflanzen aus biologischem Anbau
Ist Gartenbau nicht immer naturnah? Und Bio ist doch nur beim Essen wichtig! Sicherlich achtet man zu allererst bei der Nahrung auf ökologisch hergestellte Produkte, jedoch sollte man auch bei der Wahl der Pflanzen für den Garten bestimmte Gesichtspunkte nicht außer Acht lassen:
- Nur in der Region produzierte Pflanzen sind auf unser Klima optimal eingestellt
- Besonders wichtig für gesunde Pflanzen ist der richtige Standort im Garten, hier kann der Fachmann helfen
- Im Gewächshaus vorgetriebene und stark aufgedüngte Ware ist nicht widerstandsfähig und abgehärtet, die anfängliche Pracht ist meist nicht von Dauer
- Die beste Winterhärte besitzen Pflanzen, die auch in der Gärtnerei das ganze Jahr über im Freiland kultiviert werden
- Bioland-Pflanzen sind besonders robust, da sie Schädlinge und Krankheiten auch ohne chemische Keule überstehen müssen
- Nützlinge, Boden und Wasser werden nicht durch Chemikalien und Spritzmittel verseucht, das Gärtnern erfolgt im Einklang mit der Natur
Übrigens kann man bei vielen mehrjährigen Blumen die Blüten nicht nur bewundern, sondern auch essen! Also, holen Sie sich die Natur in den Garten und viele nützliche Tipps bei Ihrem Bioland-Gärtner…
Ihre Dipl.- Ing. Susanne Behmenburg, Bioland-Gärtnerei „Stauden Spatz“
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